05.02.2019

eGovernment Benchmark Report 2018 veröffentlicht

Die Europäische Kommission hat zum 15. Mal den eGovernment Benchmark Report veröffentlicht. In der Publikation werden die europäischen Länder anhand der Kategorien Benutzerorientierung, Transparenz, grenzüberschreitende Bürgermobilität, grenzüber-schreitende Wirtschaftsmobilität und Grundvoraussetzungen bewertet. Die regelmäßigen Veröffentlichungen sollen eine laufende Überprüfung des Fortschritts des eGovernment Action Plans 2016-2020 ermöglichen.

Benutzerorientierung: In der Kategorie Benutzerorientierung, die in die Bereiche Online-Verfügbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und Mobil-Freundlichkeit unterteilt ist, schneiden Malta (97%), Dänemark, Finnland und Portugal (jeweils 93%) besonders gut ab. Auch Österreich nimmt mit 92% eine Position im Spitzenfeld ein. Deutschland erhält von der Kommission 87% und liegt damit noch über dem Durchschnitt von 82%.

Transparenz: Der EU-Durchschnitt der Transparenz, bestehend aus Servicebereitstellung, öffentliche Einrichtungen und persönliche Daten, beträgt 59%. Auch hier nimmt Malta (95%) wieder die Spitzenposition ein. Litauen (86%), Estland (84%) und Österreich (78%) erhalten ebenfalls eine gute Bewertung. Deutschland wird mit 61% eher durchschnittlich bewertet.

Grenzüberschreitende Bürgermobilität: Die Bewertung der grenzüberschreitenden Bürgermobilität wurde anhand der Faktoren Online-Verfügbarkeit, Benutzerfreundlichkeit, eID und eDokumente vorgenommen. Das Spitzentrio wird in dieser Kategorie von Malta (87%), Finnland (75%) und Schweden (74%) gebildet. Etwas dahinter rangiert Österreich mit 69%. Deutschland schneidet in diesem Bereich schlechter ab und liegt mit 37% klar unter dem Durchschnitt von 48%.

Grenzüberschreitende Wirtschaftsmobilität: Auch die Bewertung von grenzüberschreitender Wirtschaftsmobilität erfolgt mit Hilfe der Faktoren Online-Verfügbarkeit, Benutzerfreundlichkeit, eID und eDokumente. Die drei führenden Nationen sind Großbritannien (90%), Lettland und Malta (jeweils 89%). Deutschland und Österreich liegen mit 68% und 64% über dem Durchschnitt von 61%.

Grundvoraussetzungen: Die Grundvoraussetzungen wurden auf Grundlage von eID, eDocuments, authentischen Quellen und digitaler Postproduktion bewertet. Wiederum wurde Malta (99%), gefolgt von Estland (90%) und Dänemark (88%), am höchsten eingestuft. Österreich (85%) kann, im Gegensatz zu Deutschland (52%), mit diesen Nationen mithalten. Der EU-Durchschnitt in dieser Kategorie betrug 54%.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Malta in diesem Report ganz klar die Maßstäbe setzt. Dahinter folgen die skandinavischen Länder und Österreich. Deutschland weist noch einiges an Verbesserungspotenzial auf und erhält weitestgehend durchschnittliche Bewertungen, ggf. auch dies ein Grund für die Digitalisierungsstrategie der Bundesregierung.

Der komplette Benchmark Report 2018 kann unter folgendem Link gefunden werden:

https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/egovernment-benchmark-2018-digital-efforts-european-countries-are-visibly-paying

 

Ihr Kontakt zu diesem Thema:

DI Wolfgang Reichl

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