05.02.2019

Fiber Academy

Am 22.1. und 29.1.2019 fanden Veranstaltungen der Fiber Academy zum Thema „5G in Österreich“ statt. Im Vordergrund stand die Frage, was 5G ist und was 5G von früheren Generationen des Mobilfunks unterscheidet sowie welche Möglichkeiten 5G bietet. Außerdem wurde die derzeitige Situation Österreichs zum Thema 5G diskutiert. Es stellten sich Fragen wie z.B. nach der Sichtweise der Politik oder der Umsetzung und Frequenzvergabe.

SBR-net Consulting AG hat bei diesen Veranstaltungen umfassend vorgetragen und somit die Teilnehmer aus dem Bereich der Gemeinden und Versorgungsunternehmen zum Thema 5G geschult.

Die Einführung von 5G in Österreich erfolgt in drei Phasen. Bis Mitte 2018 sollten nach den Vorstellungen des bmvit erste vorkommerzielle 5G-Teststellungen umgesetzt werden. Beispiele hierfür wären die Campus-Lösung am Flughafen Wien oder ein Testfeld am Rathausplatz. Die zweite Phase läuft bis Ende 2020. Das Zwischenziel lautet, eine “nahezu flächendeckende Verfügbarkeit ultraschneller Breitbandanschlüsse mit 100 Mbit/s.“ zu erreichen. Generell soll die Grundlage für einen flächendeckenden Ausbau von 5G geschaffen werden. Bis Ende 2020 soll auch die Einführung von 5G in allen Landeshauptstädten erfolgen. Ende 2023 soll 5G dann auf den Hauptverkehrsverbindungen nutzbar sein und Ende 2025 soll eine flächendeckende Verfügbarkeit gewährleistet werden.

Doch wie könnte 5G aussehen? Der Schlüsselbegriff hierbei lautet „Small Cells“. Dies meint ein kleinzelliges Netz aus kleinen, funktechnischen Netzzugangsgeräten, welche über eine geringe Reichweite senden, sich ggf. in terrestrischen Mobilfunknetzen befinden, eine oder mehrere Antennen mit geringer Visibilität haben sowie unabhängig von der zugrundeliegenden Netzwerktopologie – mobil oder fest – sind. Diese Definition gilt jedoch nicht in allen europäischen Staaten. In verschiedenen Ländern gibt es auch andere Standards.

Die Anwendungsfelder von 5G sind sehr vielseitig. Die vier großen Überkategorien sind vor allem der öffentliche Verkehr, die Bildung und Forschung, der Gesundheitsdienst und Smart Homes. Im Bereich des öffentlichen Verkehrs geht es vor allem um die Verbesserung der Infrastruktur durch Bus, Bahn, Schienennetz und Haltestellen. Außerdem sollen Sensoren für die Verkehrsdatenerfassung und die Verkehrssteuerung eingeführt werden. Bei der Bildung und der Forschung geht es vor allem um die Digitalisierung von Bibliotheken, Schulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen. 5G soll die Basis für den Zugang zu Information und Kollaboration sein. Im Gesundheitsdienst soll ebenfalls die Infrastruktur in öffentlichen Krankenanstalten, Ambulanzen, Pflegeheimen und bei Ärzten verbessert werden. Durch die Überwachung von Gesundheitsdaten soll der Alltag in verschiedensten gesundheitserhaltenden Einrichtungen erleichtert werden. Im Bereich Smart Homes soll die Infrastruktur des gemeinnützigen Wohnbaus verbessert werden. Künftig werden Haushalte 30 oder mehr vernetzte Geräte haben. Darunter fallen die Beleuchtung, die Temperatur, die Überwachung, die Unterhaltungselektronik sowie Alarmanlagen und Schließsysteme. Dies bedarf einer erhöhten Breitbandleistung.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass 5G ein Ökosystem für eine mobile und vernetzte Gesellschaft ist. 5G ist die Grundlage für Wertschöpfung bei bestehenden und neuen Anwendungsfällen und wird ermöglicht durch nachhaltige Geschäftsmodelle und realisiert mit konsistentem Anwendererlebnis.

 

Ihr Kontakt zu diesem Thema:

Dr. Ernst-Olav Ruhle

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