15.07.2019

Deutschland und Österreich sind Nachzügler bei der Glasfaser-Versorgung

Die OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) veröffentlichte Anfang Juli eine Statistik zum Thema Glasfaser-Versorgung. Dabei wurde in 37 Staaten erhoben, in wie viel Prozent der Haushalte mit Breitbandanschluss Glasfaser als Technologie genutzt wird.

 Südkorea führt das Ranking mit einer Versorgung von 80,4 Prozent an. Japan (78,3 %) und Litauen (73,6 %) komplettieren das Führungstrio. Deutschland und Österreich finden sich mit 3,2 Prozent bzw. 2,5 Prozent im hinteren Teil des Rankings wieder. Der OECD-Durchschnitt liegt bei einer entsprechenden Versorgung von 26 Prozent. Die letzten drei Plätze belegen Großbritannien (1,9 %), Belgien (0,7 %) und Griechenland (0,2 %).

 Das schlechte Abschneiden von Österreich wird von der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) damit begründet, dass die Kosten der Verlegung im Vergleich mit anderen Ländern relativ hoch sei. Außerdem fehle es an Leerrohren.

 In einer zweiten Statistik der OECD wurde der monatliche mobile Datenverbrauch untersucht. Laut der Studie, verbraucht beispielsweise der durchschnittliche Österreicher im Monat 16,4 Gigabyte an mobilen Daten – nur die Finnen (19,4 GB) verbrauchen noch mehr. Diese österreichische Vorliebe für mobile Lösungen stelle auch einen Mitgrund der momentan niedrigen Glasfaserversorgung in Österreich dar. In Deutschland hingegen ist der mobile Datenverbrauch mit 2,6 Gigabyte im Monat wesentlich niedriger.