04.11.2019

Tagung zum Thema Glasfaser

Am 21. und 22. Oktober 2019 fand in Wien eine Tagung über den erfolgreichen Einstieg in Glasfaserprojekte statt.

Ziel war es, ein grundlegendes Verständnis zum Thema Glasfaser zu generieren. Dies wurde durch 4 Experten der Branche umgesetzt. Den Anfang machte ein internationaler Vergleich darüber, wie der flächendeckende Glasfaserausbau weltweit voranschreitet. Es wurde ebenfalls darauf eingegangen, wie es manche Länder schaffen, einen flächendeckenden Ausbau in sehr kurzer Zeit, sowie zu geringen Kosten umsetzen.

Als zweiter Vortragender erläuterte DI Dr. Igor Brusic (NöGIG GmbH) wie das NöGIG Modell entstanden ist und begründete die Entscheidung, alternative Verlegemethoden nur in geringem Ausmaß zuzulassen, da man bestrebt ist, ein qualitativ hochwertiges Netz zu schaffen und nicht ohne Rücksicht auf Verluste in sehr kurzer Zeit ein fehler- und wartungsanfälliges Netz auf den Markt zu bringen, welches hohe Reparaturkosten und Netzausfälle nach sich ziehen würde.

Den zweiten Tag startete DI Herbert Flatscher (FiberEins), welcher klarstellte, dass Glasfaser die einzige Infrastruktur ist, um die kommende Flut an Daten in den nächsten Jahrzehnten zu bewältigen. Im Rahmen seines Vortrages demonstrierte er, welche Herausforderungen an Techniker gestellt werden, sollte das Netz nicht nach höchsten Standards errichtet werden, da die Fehlerbeseitigung schwer bis unmöglich wird und mit enormen Kosten verbunden ist.

Zuletzt hat Gerald Bartl (Layjet GmbH) den Werdegang des Glasfaserbaus in Österreich präsentiert und ist insbesonders auf die anfänglichen Schwierigkeiten (qualitativ ungenügende Verlegung der Rohre, unsauberes Kappen der Mikrorohre) eingegangen. Abschließend zeigte er sämtliche gängigen Verlegemethoden des Glasfaserbaus und ging auf Vor- und Nachteile der einzelnen Vorgehensweisen ein.