20.11.2019

Glasfaser, Breitband und 5G endgültig als Infrastruktur angekommen

Im Rahmen der Präsentation „Österreichischer Infrastrukturreport 2020“ der Initiative Future Business Austria am 4.11.2019 in Wien nahm die Kommunikationsinfrastruktur (Glasfaser, Breitband und 5G) den zentralen Part der Diskussion ein. Nicht etwa Straße oder Schiene wurden als die entscheidenden Faktoren für die weitere Entwicklung am „Standort Österreich“ gesehen, sondern eindeutig der rasche und flächendeckende Ausbau moderner, zukunftsfähiger Kommunikationsnetze aus Glasfaser, Breitband und 5G. Die Studienautoren gehen für Österreich von einem Investitionsvolumen von rund 10 Milliarden Euro aus, das auf Grundlage von politischen Entscheidungen auch finanziell machbar wäre.

Aus dem Rahmenprogramm der Veranstaltung ergaben sich noch eine Reihe von bemerkenswerten Aspekten mit Fokus auf die digitale Infrastruktur, auf die noch kurz eingegangen wird:

Bundesminister Reichhardt (BMVIT) etwa bemerkte, dass noch mehr Testfelder, Testumgebungen und Testlabore für 5G entstehen sollten, die auch durch das Ministerium unterstützt werden könnten. Ebenso wäre es im Zuge der Digitalisierung eine große Chance, wieder ein Stück Produktion und Wertschöpfung zurück nach Österreich zu bringen, begleitet von einem aktiven Angang des Wandels am Arbeitsmarkt, mit Fokus auf höhere Qualifikationen und Bildung.

Prof. Guzzella von der ETH Zürich sieht im Zuge der Digitalisierung als kommenden Schritt, dass kognitive, leicht repetitive Bürotätigkeiten automatisiert werden, was entsprechende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zeigen dürfte. Weiters sieht er die Kompetenzvermittlung zu kreativem Wissen als Schlüsselfaktor der Zukunft, um für eine digitalisierte Welt gerüstet zu sein.

Im Zusammenhang mit der Digitalisierung und dem autonomen Fahren führte DI Jandrisits von der ASFINAG aus, dass man als ASFINAG mit der LTE-Technologie, in Kombination mit WLAN, zunächst das Auslangen finden werde und es noch keine absehbare Notwendigkeit für 5G gebe.

Tenor der Veranstaltung war, dass die Rollenverteilung zwischen der öffentlichen Hand und den privaten Marktteilnehmern derzeit noch nicht abschließend ausdifferenziert sei und jedenfalls in den kommenden Jahren noch genug zu tun sein wird, um den Standort Österreich weiter fit zu halten.